12. Mai. 2015

Die Gemeinden Furth, Weihmichl und Obersüßbach gründeten die ILE „Holledauer Tor“

Bis Montagnachmittag war der Landkreis Landshut in Sachen ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) noch ein weißer Fleck in Niederbayern. Während es in fast allen anderen Landkreisen bereits Zusammenschlüsse von Gemeinden zur Erarbeitung von Stärken und Schwächen gibt, wurde nun auch in der Verwaltungsgemeinschaft Furth eine solche ILE namens „Holledauer Tor“ gegründet. Zur Begründung unterzeichneten die drei Bürgermeister Andreas Horsche (Furth), Sebastian Satzl (Weihmichl) und Helga Kindsmüller (Obersüßbach) die Urkunden, die der stellvertretende Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE), Josef Reidl, mitgebracht hatte.

Josef Reidl freute sich über den Elan der drei Kommunen: „Der wird gebraucht, denn eine ILE ist nur erfolgreich, wenn die Gemeinden und die Bürgermeister zusammenarbeiten und bereit sind, sich einzubringen.“ Das Besondere an der ILE „Holledauer Tor“ sei, dass sie darauf ausgelegt ist, dass stets weitere Nachbargemeinden beitreten können. Obwohl seit Ende der 90er Jahre fast 60 Prozent Personal beim ALE abgebaut worden ist, versprach er, die neue ILE nach Kräften zu unterstützen. Dazu werden in Zukunft Konzepte erstellt, die zur Identifizierung mit der eigenen Region beitragen. „Der Vorteil einer ILE ist, dass es viele Chancen gibt, aber kein Risiko. Daher sollte man als Gemeinde das Angebot nutzen“, sagte Reidl.

Weihmichls Bürgermeister Sebastian Satzl betonte, dass die drei Gemeinden mit ihren 8500 Einwohnern eine „riesengroße Fläche“ haben, weswegen man in das ILE-Programm einsteigen wollte. „Außerdem finde ich es toll, dass das Tor offen ist. Die Nachbargemeinden sind herzlich willkommen in unserer ILE.“ Furths Bürgermeister Andreas Horsche freute sich, die erste ILE im Landkreis zu gründen. „Es ist ein Zeichen nach außen, dass die kleinen Gemeinden Unterstützung in Sachen Wissen und Förderung brauchen.“ Mit dem ALE als Partner werde damit auch eine Lanze gebrochen. „Wir haben nun die Möglichkeit, aus dem was wir haben mehr zu machen.“ Obersüßbachs Bürgermeisterin Helga Kindsmüller bedankte sich bei Reidl für dessen Einsatz, hob aber auch die Probleme des Amts hervor: „Wie in Furth wollen auch wir in Obersüßbach eine Dorferneuerung vornehmen. Die Wartezeit beträgt allerdings rund fünf Jahre.“

„Unserer Region geht es momentan gut, daher können wir uns jetzt auf den Weg machen, Dinge anzupacken, und Stärken und Schwächen einer Region auszuarbeiten“, sagte Landrat Peter Dreier. Eine vergleichbare Maßnahme läuft seit vergangenem Jahr auch im Landkreis Landshut in Form des Regionalmanagements. Durch die LEADER-Bewerbung des Landkreises können ähnliche Projekte umgesetzt werden wie künftig in der ILE „Holledauer Tor“. Eine besondere Bedeutung komme dabei dem Amt für Ländliche Entwicklung zu, mit dem man bereits gute Erfahrungen bei den Maßnahmen zu den Ortsumfahrungen Altdorf und Weihenstephan gemacht habe, erzählte Dreier.

Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger berichtete von einem Besuch bei einer ILE im Bayerischen Wald, die sehr gut funktioniere. „Eine Gemeinde allein könnte die ganzen Maßnahmen nicht anpacken.“ Sie betonte, dass der ländliche Raum überall anders sei: „Deswegen müssen wir uns fragen: ‚Wie schaut er bei uns aus?‘“ Um sich gemeinsam stärken zu können, müssen die Gemeinden bereit sein, zusammenzuarbeiten, die Bürger müssen bereit sein, mitzuarbeiten. MdL Helmut Radlmeier beglückwünsche die Bürgermeister zur Initialzündung und dafür, dass nun gemeinsam etwas für die Gemeinden geschultert werde. „Die drei Gemeinden sind Vorreiter für unsere Region.“ Die gute Zusammenarbeit zwischen den Kommunen sei nicht selbstverständlich, aber ein guter erster wichtiger Schritt.

„Das ist ein historischer Schritt, der zeigt, dass man als Gemeinde die Zukunft selbst in die Hand nehmen kann und nicht zuschauen muss, wie sich die Metropolen weg entwickeln“, sagte MdL Hubert Aiwanger. Dies sei zielführender, als abzuwarten „bis was von oben kommt“. Der ländliche Raum habe durchaus Vorteile, die man ausspielen müsse, dafür brauche es aber mehr Personal und Geld. „Wenn man schon die ganze Zeit von der Stärkung des ländlichen Raums spricht, warum ist dann die Personaldecke so dünn?“ Dafür müsse das ALE mehr gestärkt werden, um Prozesse besser begleiten zu können. „Wir müssen die gute Zeit nutzen, nun etwas vorwärts zu bringen“, sagte Furths dritter Bürgermeister Josef Popp. Jede Kommune arbeite zwar selbstständig, die Ziele der Region müssten aber gemeinsam verfolgt werden. Nach den Grußworten begründeten die drei Bürgermeister mit ihrer Unterschrift offiziell die ILE „Holledauer Tor“.

v.l.: Peter Dreier (Landrat), Rosi Steinberger (MdL), Andreas Horsche (1.BGM), Hubert Aiwanger (MdL), Helga Kindsmüller (Erste Bürgermeisterin), Helmut Radlmeier (MdL), Sebastian Satzl (Erster Bürgermeister), Josef Popp (Dritter Bürgermeister)

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